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Abi-Vorbereitung: Entwicklung der Malerei im 19.Jahrhundert - Klassizismus, Romantik und Realismus

Klassizismus. Das 19.Jahrhundert wird vom Klassizismus eingeleitet und zeichnet sich durch seine Zuwendung zur Antike aus, denn nach klassizistischen Ansichten, galt das bis dahin aktuelle Kunstverständnis als „unmoralisch“. Von nun an sollte Kunst rational sein, sowie moralische und ethische Werte beinhalten. Auch Bilder wurden nach einem bestimmten Ideal angefertigt. Wichtige einzuhaltende Kriterien waren eine überschaubare, statische Komposition, klare Linienführung, Plastizität und Körperlichkeit, Verzicht auf krasse Farbdynamik, sowie Ausschmückung und ein klassisches Thema aus der Mythologie oder Geschichte. Meist sind klassizistische Bilder symbolhaft zu verstehen.

Romantik. Um ca. 1830 kommt die Romantik dazu. Und auch diese Stilrichtung lehnt sich an die Vergangenheit an. Nicht an die Antike, sondern an das Mittelalter. Bildmotiv der Romantiker ist hauptsächlich die Natur. Geheimnisvolle, mythische und magische Landschaftsbilder stehen symbolhaft für das Gewaltige und auch für die Transzendenz. Durch die Aufklärung ist den Menschen der Sinn fürs poetische abhanden gekommen. Die Romantik will die Gemüter wieder bewegen, will Emotionen wecken. Kunst dient nun zur Realitäts- und Weltflucht, in die Phantasie, in die Religion. Außerdem verfolgen Künstler kein Ideal mehr, wie es im Klassizismus üblich war. Der graue, traurige Alltag sollte verschönert werden.
Realismus. Nach der Romantik ist der Realismus bzw. Naturalismus die letzte realistische Strömung der Kunst. Die Industrialisierung ist in vollem Gange und die Leute werden immer besitzorientierter. Doch die Künstler wenden sich vom Althergebrachten ab und wählen das alltägliche Leben, die Arbeit, als zentrales Motiv. Eine völlig neue Kunstauffassung entsteht somit, da zum ersten mal nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart Thema der Kunst ist. Die Künstler beginnen ihren eigenen, individuellen Stil zu entwickeln, wollen nicht nach vorgegebenen Maßstäben malen und werden deshalb erstmals in der Geschichte verkannt. Die Wirklichkeit soll genau so wiedergegeben werden, wie sie dazächlich ist. Alltägliche Situationen, egal ob aus dem Privat- oder Berufsleben, des Bürgertums werden Sujet. Und anders als in der Romantik steht wieder mehr der Mensch im Vordergrund.

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