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Abi-Vorbereitung: Entwicklung der Malerei im 19./20. Jahrhundert Impressionismus, Jugendstil und Expressionismus

Impressionismus. Der Impressionismus um 1880 ist eine Reaktion auf die bis dahin zeitgenössische, realistische Malerei, wendet sich gegen die Historienmalerei, gegen die Überbetonung des Bildinhalts, gegen die Gefühlsüberladenheit der Romantik, gegen die Formstrenge der Akademien und gegen die Ateliermalerei. Nicht mehr die Bildkonstruktion, sondern die Farbe steht im Vordergrund. Schwarz bzw. dunkle Farben werden nahezu ganz aus der Palette verbannt. Klare Formen mit scharfen Konturen fehlen außerdem, da die Farbe kommaartig, pastos, willkürlich, spontan und schnell aufgetragen wird. Man spricht dabei auch von Augenblicksmalerei. Somit bleiben Plastizität,
Stofflichkeit und Räumlichkeit auf der Strecke. Des Weiteren werden Farben nicht auf der Palette vermischt, sondern werden rein verwendet, sodass es erst im Auge des Betrachters zu einer optischen Mischung kommt. Zentrales Motiv der Impressionisten war die Natur und natürlich das Licht. Maler malten oft im Freien (Freilichtmalerei), da sie das künstliche Licht im Atelier ablehnten.
Jugendstil. Als sich gegen Ende des 19.Jahrhunderts die politische Situation in Europa immer weiter zuspitzt, beginnen Künstler einen offensichtlich bevorstehenden Krieg als "Reinigung" zu sehen, da sie das Althergebrachte los haben und einen komplett neuen Kunstbegriff entwickeln wollen. In England entwickelt sich daher die Arts & Crafts Bewegung, die sich später als Jugendstil oder Art Nouveau in ganz Europa verbreitet. Dabei opponiert man gegen die viktorianischen Formideale. Seit der Industrialisierung verbreitet sich die serielle Fertigung immer weiter und individuelle, künstlerische Aspekte werden verdrängt. Dagegen spricht sich der Jugendstil aus, der sehr an den Symbolismus anknüpft. Kunst wird wieder wertvoll, dekorativ und einzigartig. Die Vorliebe für teure Materialien wird besonders bei Gustav Klimts "Goldener Periode" deutlich.
Expressionismus. Mit dem neuen Jahrhundert bricht auch die Kunstwelt neu auf. Der Expressionismus wendet sich wieder vom materialistischen Weltbild ab und konzentriert sich mehr auf den Ausdruck, das Geistige. Die alten Traditionen sollen mit allen Mitteln gebrochen werden und als ein Anfang wird der Krieg ersehnt, um die Gesellschaftsstrukturen aufzubrechen. Wie naiv die Expressionisten dachten, stellt sich schnell heraus. Zwar wollten sie unbedingt die Umstände verbessern und übten heftige Kritik, lieferten aber dennoch keine Verbesserungsvorschläge. Der Expressionismus ist nocheinmal unterteilbar in jene Gruppen, die es bevorzugen den Menschen in seiner traurigen, psychischen Lage darzustellten und jene, die der Gewaltigkeit der Natur neuen Ausdruck verleihen wollten.

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