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Abi-Vorbereitung: Geschichte der Architektur im 20.Jahrhundert Bauhaus

Die Kunstschule "Bauhaus" wurde 1919 vom Architekten Walter Gropius gegründet und strebt zunächst wie der Jugendstil eine Einheit von Kunst und Handwerk an. Daher musste jeder Bauhausschüler eine grundlegende handwerkliche Schulung machen. Durch die aufkommende industrielle Fertigung, verlor der Gegenstand allmählich an künstlerischer Ästhetik. Die Art-and-Crafts Bewegung wirkte dem entgegen und färbte auf die erste Phase, der expressiv-kubistischen-Phase, des Bauhauses ab. Ab 1923 knüpfte die Schule aber zunehmend an den "Deutschen Werkbund" an, welcher der Überzeugung war, dass jedes Objekt zwar kunstvoll, aber zugleich funktional sein soll (konstruktivistisch-funktionale Phase). 1928 schritt das Bauhaus in seine dritte Phase, der funktional-industriellen Phase, in welcher immer mehr die Industrie einbezogen wurde. Die Entwürfe wurden nüchtern und sachlich, für die Massenanfertigung ausgerichtet. Materialien wurden billig, sodass die Gegenstände für Jedermann zugänglich waren. Die Architektur entwickelte sich ebenso sachlich. Flache Dächer, glatte und weiß verputzte Wände, asymmetrische, kubische Grundrisse, schwarze, dicke Fensterrahmen und Türen, welche die Sachlichkeit enorm betonen, zeichnen die Bauten aus. Auch Glas und Metall werden bevorzugt zum Bau verwendet. Da in Deutschland die Häuser bisher nur mit viel Holz und Polstermöbeln ausgestattet waren, erregten die nüchternen, kalten, Stahlrohrmöbel überwiegend negative Aufmerksamkeit. Der avantgardische Stil wurde auch als "antideutsch" bezeichnet. Ein Grund, warum die Bauhausschule nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 schließen musste.


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