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Abi-Vorbereitung: Wechselwirkung von Photographie und Malerei

Zwar sahen sich Maler und Photographen seit Erfindung der Photographie um ca. 1830 als Konkurrenten, doch trotzdem beeinflussten sich die Künstler gegenseitig. Während die Salonmalerei im 19.Jahrhundert hohe Anerkennung genoss, begannen die Photographen in der sog. Atelierfotografie die Repräsentationsportraits der Maler nachzuahmen.
Als ca. 1870/80 der Impressionismus in der Malerei einsetzte, sich die Künstler mehr mit atmosphärischen Bedingungen und Lichtverhältnissen im Bild beschäftigten und durch die rasche Plein Air Malweise Detailgenauigkeit und Bildschärfe vernachlässigten, bildete sich in der Photographie der Piktorialismus, welcher auch durch Detailarmut und Unschärfe gekennzeichnet war. Im Gegenzug aber, orientierten sich die impressiontischen Maler auch an der Bewegunsfotografie, die Bewegungsabläufe festhielt. Diese Dynamik war beispielsweise bei der Darstellung atmosphärischer Bedingungen, wie Regen, hilfreich. Serienaufnahmen wie z.B. von Muybridge inspirierten Maler wie Degas, die auch begannen Bewegungen festzuhalten. In Degas' Fall Tänzerinnen und Pferde. Anfang des 20.Jahrhunderts bildete sich in der Malerei der Kubismus heraus, welcher erforschend und analysierend an ein Bild heran ging und so die Konstruktivistische Fotografie, DADA und Surrealistische Fotografie (links) beeinflusste. Die Stroboskopaufnahmen der Photographen um die Jahrhundertwende herum inspirierten die Futuristen, welche es sich zur Aufgabe machten die Simultanität der Großstadt darzustellen. Diese Hektik lies sich durch Überlagerungen etc. gut verdeutlichen. Die immer besser werdende Technik der Fotoapparate machte es bald möglich mit Bildmitteln, wie Schärfentiefe, Spiegelungen etc. zu spielen. So ebnete die Photographie den Weg des Fotorealismus um 1970. In der Pop-Art und auch schon im DADA kommt es sogar zu einer Mischung der beiden Gattungen in Fotomontagen und Collagen. In jüngerer Vergangenheit wird auch die sog. Inszenierte Photographie (rechts) immer beliebter. Künstler wie beispielsweise Christo Javacheff inszenieren/bauen ein Kunstwerk in der Natur (Land-Art, auch rechts), fotografieren dieses und das entstandene Photo ist das eigentliche Kunstwerk, da die Inszenierung früher oder später wieder abgebaut werden muss.

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