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Le Corbusier

Der noch bis heute teilweise umstrittene Architekt und Stadtplaner Le Corbusier wurde 1887 als Charles-Edouard Jeanneret im Schweizer Jura geboren und machte zunächst eine Ausbildung als Uhrmacher und Goldschmied. Später widmet er sich der Malerei bzw. Architektur. 1908 lernt er in Paris die Eisenbetonkonstruktion kennen, die gegen Ende des 19.Jahrhunderts mit der Ingenierbaukunst aufgekommen war.
1922 gründet er zusammen mit seinem Cousin ein Architekturbüro in Paris und ändert seinen Namen in "Le Corbusier". Bekannt ist der Architekt für seinen Beton-Bau. Durch das Formen bzw. Modellieren von flüssigem Beton ist es möglich, einzigartige Bauwerke zu errichten, wie beispielsweise die Kapelle von Ronchamp, Notre Dame du Haut. Doch während sich der Künstler hier dem organischen Design widmet, ist Le Corbusier auch bekannt für seine funktionalistischen (Wohn)Häuser. Klar geformt, rational und geometrisch. Dies gestaltete der Architekt aus der Überzeugung heraus, dass sich einfache, natürliche Formen, wie Kugel, Kegel, Zylinder, Horizontale, Vertikale oder Schräge positiv auf das Gemüt des Menschen auswirken. Wichtig war dem Architekten auch der Lichteinfall. Konstruiert wurden Corbusiers Wohnhäuser aus einem Stahlbetonskelett. Das Gewicht des Daches wird nicht mehr von den Wänden, sondern von Stützpfeilern im Inneren getragen, sodass ein offener Grundriss möglich ist. 1948 entwickelt Le Corbusier ein Proportionsschema, welches er "Modulor" nennt. Jenes Schema bedient sich dem "Goldenen Schnitt", der auf den Menschen angewendet wurde, um so auf die idealen Maßverhältnisse eines Raumes zu kommen (Raumhöhe etc.). 1965 stirbt Le Corbusier in der Nähe seines Ferienhauses bei Nizza.

29.06.11: Le Corbusier Gebäude-Ensamble als Unesco-Weltkulturerbe? Hier in Ein-Blick lesen.

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