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»Nichts ist so vielfältig wie Menschen« - Interview: Liz Ke

Liz Ke - Elizabeth Kellerer (Facebook / Website / Blog) - wurde am 06.Januar 1994 geboren und fotografiert seit 2009. In einem kleinen Interview erzählt sie uns etwas über sich & ihre Bilder. Die Art und Weise wie sie ihr Lieblingsmotiv "Mensch" in ihren Foto in Szene setzt ist faszinierend.


Seit wann beschäftigst Du Dich mit Photographie? Was war der Auslöser?
Im Jahr 2009 hab' ich angefangen, viel mit meiner Handykamera zu fotografieren. Landschaften, Menschen, kreative Fotos. Irgendwann waren mir die sehr geringen Fähigkeiten meines Handys zu wenig und ich hab' mir zu Weihnachten eine DSLR gewünscht. Richtig damit fotografiert hab' ich allerdings erst ab etwa März 2010. Einen richtigen Auslöser dafür gibt’s leider nicht; keine Kindheitserfahrungen und keine großen Fotografiebegeisterten in meiner Familie. Es kam einfach.

Wer oder was motiviert und inspiriert Dich?
Mich motiviert und inspiriert vor allem die Vielfalt der Menschen. Ich hab' einen starken Drang, mich selbst weiter zu entwickeln und zu verbessern. Ich bin sehr kritisch gegenüber meinen Fotos, aber ich glaube, das ist gut, denn wenn man zu überzeugt von dem, was man tut, ist, bleibt man stehen und das möchte ich auf gar keinen Fall. Inspiriert werde ich von Menschen, von ganz alltäglichen Situationen oder auch eben von einer Straße auf der die Abendsonne in einem bestimmten Licht scheint. Ich glaube, ein gewisser Teil meines Kopfes ist immer auf Inspiration fokussiert, weswegen ich in wirklich vielen Dingen Inspiration finde. Aber auch andere Fotografen und Blogs tragen dazu natürlich ihren Teil bei.

Was/wo ist Deine Lieblingslocation?
Die Natur. Wiesen, Wälder, Flüsse, Seen, Felsen. Aber auch Städte mit ihren versteckten Gassen und bunten Lichtern. Meine absolute Lieblingslocation ist eine kleine Straße zwischen zwei genauso kleinen Dörfern, die durch den Wald führt (und der Wald dort außenrum), auch wenn ich dort jetzt nicht mehr wohne, würde ich da gern noch einmal shooten.

Was ist Dein Lieblingsmotiv? Und was macht es für Dich interessant?
Menschen. Nichts ist so vielfältig, wie Menschen. Und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Persönlichkeiten meiner Models im Vordergrund zu behalten, ohne mich selbst in den Fotos zu verlieren. Menschen sind so verschieden, jeder hat eine andere Ausstrahlung oder Art sich zu bewegen. Das finde ich sehr interessant.

Welches Deiner Photos ist Dein persönlicher Favorit? Und warum?
Das ist mein persönlicher Favorit, seit ich es auf der Kamera gesehen habe:

Ich mag, wie das Licht durch die Federn scheint. Das Foto wurde bei Minusgraden im Ried in dem Dorf, in dem ich 17 Jahre lang gelebt habe, aufgenommen; auch wenn es sehr, sehr sommerlich aussieht. Kaum war es hochgeladen, kamen viele Kommentare, in denen stand, dass es an das Lied "We Are The People" von Empire Of The Sun erinnert; oder zumindest an das Video. Aber im Text zum Lied wird vom Sommer geredet und davon, dass eine Person geht und die andere nicht weiß, wie sie damit umgehen soll, dass aber beide alles über die jeweils andere Person wissen. Und das passt noch mehr als das Video. Das Mädchen auf dem Foto ist meine beste Freundin. Und ich bin vor drei Wochen 50km von ihr weggezogen, alleine. Wir sehen uns jetzt nicht mehr jeden Tag und das ist wirklich schwer. Das Foto erinnert mich an die Zeit, in der wir zusammen waren.

Wie und mit was bearbeitest Du Deine Bilder am liebsten?
Ich bearbeite meine Fotos mit Photoshop CS3, bin mir aber sicher, dass ich noch nicht mal 5% von Photoshop verstanden habe. Außerdem bin ich Fan von natürlichen Fotos und mag's nicht, wenn sie zu sehr bearbeitet sind (auch wenn meine zu wenig bearbeitet sind). Ich kann gar nicht genau sagen, WIE ich sie bearbeite, ich drück' einfach auf irgendwas bei Photoshop und warte, was passiert.

Analog oder Digital?
Meistens Digital, aber auch gerne analog. Auf Festivals oder im Wasser bevorzugt mit Einmalkameras.

Ohne welchen Ausrüstungsgegenstand könntest Du nicht leben? Warum?
Im Grunde vor allem nicht ohne mein Canon EF 50mm f/1.8 Objektiv, weil es so klein und leicht ist, man aber so wunderbare Fotos damit machen kann. Festbrennweiten find' ich sowieso sehr cool.

Was bedeutet Kunst für Dich?
Kunst bedeutet für mich vor allem, mich selbst auszudrücken. Meine Gefühle und meine Gedanken, meine Ideen und meine Kreativität in meine Fotos zu stecken und durch meine Fotografie zum Ausdruck zu bringen.

Hast Du ein Vorbild? Wenn ja – wen?
Ein direktes Vorbild hab' ich nicht, es gibt einfach zu viele, gute Fotografen. Allerdings sind es vor allem die, die nur wenige Jahre älter sind als ich und fotografisch schon unglaublich viel erreicht haben. Das finde ich so unglaublich bewundernswert und ich wünsche mir, das auch mal zu schaffen.

Welche Pläne/Wünsche/Ziele hast Du in nächster Zeit was Deine Photographie angeht?
Ich wünsche mir, dass ich noch viele Leute mit meinen Fotos begeistern kann, dass ich mich weiterbilde und von Shooting zu Shooting besser werde. Ich will durchstarten und was erreichen, ohne mich selbst zu verlieren und mir dabei immer treu zu bleiben. In nächster Zeit sind viele vielversprechende Shootings geplant, auch größere – aber da lasst ihr euch am besten überraschen. :)

Bilder: © Liz Ke

4 Kommentar(e):

Klee hat gesagt…

Super schönes Interview, total sympatisch. Ich finde das erste Bild mit den zwei Mädels auf der Straße super und mir gefällt dein Lieblingsbild auch sehr sehr gut. Echt toll.

Liz Ke Fotografie hat gesagt…

<3!

Merla hat gesagt…

Wirklich unglaublich schöne Bilder sind das :)

sarah hat gesagt…

immer und immer und immer wieder fasziniert von dem talent.