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Berlin: Tacheles Kunsthaus



Das Tacheles Kunsthaus ist eine denkmalgeschützte Ruine in Berlin-Mitte. In ca. 30 Räumen arbeiten moderne, alternative Künstler an ihren Werken und stellen aus. Typisch für das Haus ist die Protestmalerei. Die Idee von "Tacheles" geht zurück in die DDR, als es verboten war (offene) Kritik am System zu äußern. Auch die Kunstformen waren unter anderem vorgegeben (Sozialistischer Realismus, Artikel hier). Künstler verschlüsselten daher ihren Tadel in Bildern. Irgendwann war das einigen Kunstschaffenden jedoch genug und sie begannen direkt ihre Meinungen zu vertreten und damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Name "Tacheles" kommt übrigens aus dem Jiddischen und bedeutet so viel wie: Klartext reden. Des Weiteren ist Tacheles auch ein Symbol der Wiedervereinigung Deutschlands und vorallem Berlins, weil die Künstler aktiv gegen die DDR vorgingen. 1990 vereinten sich auch Künstler aus ost und west, um den Abriss des Gebäudes zu verhindern, denn schon mehrmals sollte das Haus in der Oranienburgerstraße verschwinden. Doch immer wieder konnte der Bau gerettet werden. Nun steht Tacheles vor einer erneuten Krise: Im Rahmen der Berliner Klüngelwirtschaft 2011 droht der Niedergang des Hauses (z.B. durch Zwangsversteigerung der Flächen).

Bereits im Mai 2011 fanden Demonstrationen statt. Und nun nur schonmal vorne weg: Ich möchte hier nicht Partei ergreifen, finde es aber dennoch wichtig das Kunst- und Kulturhaus Tacheles zu erhalten, da es eine einzigartige Möglichkeit für alternative Künstler ist, in Kontakt mit der Öffentlichkeit zu treten, da es für viele anderweitig nicht oder nur schwer möglich ist. Der Kunstgeschmack ist eigen, aber das muss und darf nichts schlechtes heißen. Berlin hat eine einzigartige Geschichte und ich finde das Tacheles Kunsthaus repräsentiert diese (auch durch die denkmalgeschütze Ruine im echten "Berlin-Style"). Das Haus ist somit ein "Stück Berlin" und es gibt nichts vergleichbares. Außerdem zieht es täglich Massen an Besuchern an. Eine Schließung des Tacheles würde ein Loch in die Kunst- und Kulturgeschichte Berlins reißen. Das sollte trotz allem bedacht werden, auch wenn die Kunstgeschmäcker auseinander gehen. Sollte jemand das Tacheles unterstützen wollen, dann einfach hier klicken und den roten Text lesen. Aber ich will keinen zwingen.

Wer sonst noch seine Meinung los werden will, der kann das gerne durch die Kommentarfunktion tun.

1 Kommentar(e):

Antonia-Ivana hat gesagt…

Eine Schließung fände ich aus denselben Gründen wie du schade.. Das sieht einfach total nach Berlin aus und alternative Kunst findet dort Unterstützung.

www.antoniaivana.blogspot.com