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DaVincis »Dame mit dem Hermelin« im Bode-Museum

Berlins Anziehungsmagnet für Kunstfreunde und Touristen von überall ist seit dem 25.August 2011 die Ausstellung "Gesichter der Renaissance" im Bode-Museum auf der Museumsinsel. Herzstück ist dabei das durch zwölf Milimeter Panzerglas geschützte "Porträt der Cecilia Gallerani", auch "Dame mit dem Hermelin" genannt, vom wohl bedeutensten Renaissance-Maler überhaupt; Leonardo Da Vinci.


Das Ölgemälde ist 55 x 40,5 cm groß, entstand in den Jahren 1489 und 1490 und wurde auf Nussbaumholz gemalt. Es ist außerdem Teil des Kunstschatzes des Czartoryski-Museums in Krakau, dem ältesten Museum in Polen. Und dahin wird es nach dem 31.Oktober 2011 auch wieder übergeben. Dort wird es dann für die nächsten zehn Jahre bleiben. Doch was machte dieses Portrait so berühmt und zugleich bedeutend für die Kunstgeschichte? Da Vinci revolutionierte mit diesem Werk auf gewisse Weise die Portraitkunst. Die "Dame mit dem Hermelin" ist das erste Konterfei überhaupt, bei welchem die abgebildete Person keinen Blickkontakt zum Betrachter aufnimmt (Abgesehen von Profildarstellungen). Die portraitierte Cecilia Gallerani blickt vermutlich zu ihrem Geliebten, dem Herzog von Mailand, hinüber - einer sich nicht im Bildraum befindenden Person, die so aber dennoch passiv die Bildszene bestimmt, in anderen Worten die Protagonistin vom Publikum distanziert und ablenkt.
Am Montag werde ich mich in die Höhle des Löwen wagen und die von Stefan Weppelmann kuratierte Ausstellung "Gesichter der Renaissance" im Bode-Museum besuchen und einzig und allein wegen diesem Bild eine womöglich stundenlange Wartezeit in Kauf nehmen.

1 Kommentar(e):

Heidegeist hat gesagt…

Ein wunderschönes Gemälde. Es freut mich, das dir die Holzfiguren gefallen. Einen schönen Sonntag wünsche ich dir. LG Inge