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Kunst in der ehemaligen DDR - Sozialistischer Realismus

Der sozialistische Realismus war die offizielle Kunstrichtung in den Ostblockländern und somit auch in der ehemaligen DDR nach dem zweiten Weltkrieg und wurde durch die UdSSR verbreitet. Die Richtung kennzeichnete sich durch eine übertriebene Wirklichkeitsnähe und beliebte Motive waren Szenen aus dem Arbeitsleben oder dem Alltag. Abstraktion und Fantasie waren tabu. Man spricht u.a. von einer "Abkehr von der Freiheit der Kunst". Außerdem wollte sich die ehemalige Sowjetunion klar von der "westlichen" Kunst abgrenzen (Formalismusstreit).
Während sich zu Beginn des 20.Jahrhunderts und bis in die 20er/30er Jahre ein moderner, teils abstrakter Kunstbegriff durchsetzte (Expressionismus, DADA, Surrealismus, Konstruktivismus etc.), riefen später vorallem Politiker gegen die Moderne auf (schon Hitler lehnte die moderne Kunst ab und bezeichnete sie als "Entartet"). So kam es, dass man sich dem Realismus zuwenden musste, da er offiziell vorgeschrieben wurde. Es entstanden so zum Beispiel heroische Bilder, meist von Politikern aus dem Zeitgeschehen. Ab den 70er Jahren des 20.Jahrhunderts begannen die Künstler jedoch, den Sozialistischen Realismus kritisch zu sehen, zumal die pauschale Einteilung der Kunstwerke nach "richtig" und "falsch" an die NS-Zeit erinnerte, in der man die Kunst ebenfalls einteilte.

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