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Wissenswertes: Wandmalerei - Secco und Fresko

Die Wandmalerei lässt sich in zwei Techniken unterteilen. Zum einen in die überwiegend in der Zeit vor 1300 gebrauchte Secco-Technik, zum anderen in die durch Giotto aufgekommene Fresco-Technik. Wie der Name ("secco" ital. = trocken) schon sagt, wird bei der Secco-Variante die Farbe auf einen bereits getrockneten Untergrund aufgetragen. Da sich so Farbpartikel und Grund nur wenig verbinden, hat eine Seccomalerei nur wenig Dauerhaftigkeit. Ab dem 14.Jahrhundert nutzt man häufig eine Secco-Fresco-Mischtechnik, bei welcher zunächst eine Vorzeichnung auf der nassen Wand angefertigt wird und auch die einfachen Grundflächen, meist Inkarnat oder Rottönen, auf feuchtem Grund gemalt werden. Die Binnenmodellierung, also die Hell-Dunkel-Abstufungen und auch die restliche Ausarbeitung erfolgen jedoch erst auf trockener Wand in Secco-Technik. Erst durch Giotto verbreitet sich eine einheitliche Fresco-Technik, bei welcher zunächst auf den Arriccio genannten Rauputz eine sog. Sinopie (Skizze) aufgetragen wird, welche bei der schließlichen Ausmalung jedoch durch eine zweite Feinputzschicht (Intonaco) überdeckt wird. Bei der Fresco-Technik werden nur kleine Abschnitte der Wand verputzt, da man komplett auf nassem Untergrund malen muss und dieser natürlich rasch trocknet. D.h. man verputzt immer nur so viel, wie ein Maler an einem Tag bemalen kann (Tagwerk). Da die Farben mit Kalkmilch angerührt sind, verbinden sie sich beim Trocknen mit dem feuchten Putz und werden somit fester Bestandteil der Wand. Die einzige Ausnahme bilden Blautöne, denn sie werden nicht als Kalkfarben verwendet, sodass sie zwangsläufig in Secco-Technik aufgetragen werden müssen, was sich rückschließend auf die Beständigkeit auswirkt. Blaue Farbflächen sind so meist die am schlechtesten erhaltenen Bereiche eines Freskos. Im Laufe des 15.Jahrhunderts wird es üblich, keine freihand Skizzen mehr auf den Wänden anzufertigen, sondern ausgeschnittene Kartonvorlagen zu nutzen und lediglich deren Umrisslinien an der Wand nachzuzeichnen. Auf diese Wiese können auch die Schüler großer Malermeister an der Wandmalerei mitwirken. Gegen Ende des Jahrhunderts kommt es deshalb, vorallem durch Leonardo DaVinci, zur Ablehnung der Freskomalerei. DaVinci versucht sich zwar auch an der Wandmalerei, was u.a. sein berühmtest "Abendmahl" (Bild unten) beweist, nutzt jedoch seine gewöhnlichen Tempera- oder Ölfarben, was die Arbeiten natürlich kaum beständig macht und so u.a. den schlechten Zustand des "Abendmahl(s)" erklärt.

Bild: http://geschichteinchronologie.ch/

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